Fälscher, Schwindler, Scharlatane
Betrug in Forschung und Wissenschaft
WILEY-VCH, 2003 286 S., 43 Abb., geb
1997 hielt der Fall des Krebsforscherehepaars Herrmann/ Brach die Wissenschaftswelt in Atem. Der bislang grösste Wissenschaftsskandal Deutschlands zog seine Kreise nicht nur in Ulm, sondern auch in Berlin, Freiburg, Mainz und Lübeck und stellte letztendlich über 100 Publikationen in Frage.
Ein exotischer Einzelfall? Eine Entwicklung der Neuzeit wie Spendenskandale und Bilanzfälschungen?
Heinrich Zankl hat alte und neue Skandale in den Geistes- und Naturwissenschaften überzeugend recherchiert und zu einem Geflecht aus wertvoller Information und guter Unterhaltung verwoben. Dieses Buch erzählt viele Geschichten, beispielsweise die eines Nobelpreises, der an die Falschen verliehen wurde, von der Unterdrückung von Kritikern und sogar von einem Wissenschaftsbetrüger, der vom Bundesverfassungsgericht geschützt wird. Manche Aspekte sind dabei so grotesk, dass sich kein Leser das Schmunzeln verkneifen kann. Ein Lesevergnügen, nicht nur für Wissenschaftler.